Der Tiroler Autor Mario Petuzzi präsentiert seinen  Debütroman „Winterschlaf“ im Museum der Völker. 

 

Wenn der Schnee in den Alpen bis ins Tal hinunter schmilzt, ist es soweit: Die Mutter erwacht aus ihrem Winterschlaf, den Kopf voller Träume der letzten Monate. Erwartet wird sie vom Großvater, umsorgt von ihren Kindern, den Zwillingen. Schon bald reisen die ersten Besucher an, denn die Träume der Mutter versprechen Rat und spenden Trost. So geht es Jahr für Jahr. Doch in diesem Sommer, dem zehnten der Zwillinge, wird sich alles ändern – und was die Mutter weissagt, wahr werden.

Mit der Schneeschmelze werden die Zwillinge vom „Apo“, dem Großvater, in den Keller geschickt, um die Mutter zu wecken. Dort ruht sie über die Wintermonate zwischen Essensvorräten, die sie durch den Schlaf gebracht haben. Mit dem Wecken beginnt das Jahr der Familie aufs Neue: Wieder kommt die Mutter langsam zu Sinnen, um ihrer Arbeit nachzugehen. Die Niederschriften der Träume aus ihrem langen Schlaf füllen Seiten über Seiten. Während der Großvater alles für die Besucher bereitet, die ins Tal kommen, um die Prophezeiungen der Mutter zu hören, lernen die Zwillinge, wie das Familiengeschäft zu unterhalten ist – und werden in diesem Jahr doch immer eigensinniger. Als sich eine Gruppe Fremder für das Geheimnis der Mutter interessiert und ein unangemeldeter Besucher die Geschäfte verwirrt, ist klar: Niemand schläft in diesem Jahr unverändert wieder ein.

Über den Autor

Mario Petuzzi, geboren 1989 in Hall in Tirol, lebt mit seiner Familie in der Nähe von Innsbruck. Er studierte Wirtschaft und Management sowie Vergleichende Literaturwissenschaft in Innsbruck und São Paulo. Er nahm am Klagenfurter Literaturkurs und an der Prosawerkstatt des Literarischen Colloquiums Berlin teil. ›Winterschlaf‹ ist sein Debütroman.

Eintritt frei, Spenden willkommen. Es ist keine Anmeldung notwendig („first come, first served“).