Ausgezeichnet mit dem Österreichischen Buchpreis: ein literarisches Meisterwerk des Humanismus und der Empathie.
Als das Dienstmädchen Eva am Vorabend des Ersten Weltkriegs ihrem Leben in der Donau ein Ende setzen möchte, wird sie stattdessen in die Arme des jungen Infanterieleutnants Alois Kozusnik gespült. Statt ihres Lebens verliert sie ihre Unschuld. Es ist der Startpunkt einer epischen Geschichte, die sich aus drei großen Erzählsträngen zusammensetzt und sich bis in die heutige Zeit fortspinnt. Was macht den Menschen aus? Wie durchlebt und übersteht er Jahre der Unterdrückung und Gewalt? Wie schafft er es immer wieder, Kraft zu schöpfen, zu hoffen und zu lieben?
Dimitré Dinev erkundet in seinem neuen großen Roman die Geschichte Europas und die zentralen Fragen des menschlichen Zusammenlebens und schafft damit ein literarisches Meisterwerk des Humanismus und der Empathie.
„Ein Roman voller Leiden und Freude, voller Zärtlichkeit und Brutalität. Eine Hommage – und wohl auch ein Appell – an die Möglichkeit das Menschliche zu bewahren selbst in unmöglichen Zeiten.“ (Die Presse)
»Ich musste bei der Lektüre lachen und weinen, ich staunte über die Weisheit mancher Sätze und war beglückt von der sinnlichen Präzision seiner Sprache, ich konnte nur bewundern, wie er die Abgründe der Geschichte und den Lebenstrotz der menschlichen Seele ineinander spiegelt. Dimitré Dinev ist ein wunderbarer Erzähler, ein Wunder von einem Erzähler!«
(Robert Menasse)
Dimitré Dinev: Zeit der Mutigen. Kein & Aber Verlag. 1152 Seiten.
Erscheinungsdatum: 08. September 2025.
Eintritt frei, Spenden willkommen. Es ist keine Anmeldung notwendig.
Dimitré Dinev wurde 1968 in Bulgarien geboren. Im Jahr 1990 kam er als Flüchtling nach Österreich, wo er studierte und seitdem in deutscher Sprache Drehbücher, Erzählungen und Essays veröffentlichte. Seine Theaterstücke wurden u. a. am Burgtheater inszeniert. Der literarische Durchbruch gelang ihm 2003 mit seinem Familienroman »Engelszungen«, der europaweit mit großem Interesse aufgenommen wurde. Dimitré Dinev lebt in Wien.
Eindrücke der Lesung
Ein Roman wie eine Weitwanderung, der in tausend Geschichten die Geschichte Europas erzählt: So fasst Prof. Martin Sexl (rechts) vom Institut für Vergleichende Literaturwissenschaften den Roman „Zeit der Mutigen“ von Dimitré Dinev zusammen.
Ein voll besetztes Haus, gebannte Stille und Aufmerksamkeit während fast zwei Stunden, lange Schlangen beim Signieren und ein spannender Austausch, der noch Stunden hätte weiter gehen können: Die Lesung hat gezeigt – Literatur verbindet, weil sie Fragen stellt, die das Menschsein ausmachen.
