Dienstag, 25.09.2018
norbert c. kaser: hier bin ich niemand d.h. ich. Briefe aus Stord
Lesung und Gespräch: Ralf Höller (Hsg.) und Benedikt Sauer
20.00 Uhr Museum der Völker Schwaz

Norbert C. Kaser

norbert c. kaser (1947-1978) war Südtiroler Dichter und Schriftsteller. Seine literarischen Werke und Streitschriften trugen in den späten 1960er-Jahren wesentlich zur Begründung der Neuen Südtiroler Literatur bei. Große Teile von Kasers Werk wurden erst nach seinem Tod veröffentlicht. Posthum fanden Biographie und Werk im gesamten deutschsprachigen Raum Verbreitung.

Kasers „Briefe aus Stord“, die nun unter dem Titel hier bin ich niemand d.h. ich bei Haymon erstmals als Einzelband vorliegen, sind Kasers umfangreichste Prosaarbeit. Kaser verbringt 1970 drei Monate auf der norwegischen Insel Stord. Gerade 23 Jahre alt, durchlebt er seine erste Schaffenskrise und erhofft sich dort neuen Antrieb. Einfühlsam und distanziert, aber immer treffsicher und schonungslos schildert Kaser als teilnehmender Beobachter ein Land, das ihm fremd bleibt und ihn gerade deshalb an die Südtiroler Heimat erinnert. In dem Band finden sich auch in Norwegen entstandene Gedichte und Fotografien sowie erläuternde Beiträge des Herausgebers Ralf Höller.

Ralf Höller lebt in Bonn, ist Journalist und Historiker, hat zahlreiche Bücher veröffentlicht und schreibt u.a. für Literatur und Kritik, Die Presse, Neues Deutschland, Neue Zürcher Zeitung und Die Zeit.

 

Benedikt Sauer ist Literaturwissenschaftler und lebt als freier Journalist und Buchautor in Innsbruck. Er ist u.a. Österreich-Korrespondent der RAI Bozen und Kolumnist der Tiroler Tageszeitung und beschäftigt sich seit vielen Jahren als Biograph und Herausgeber mit den Texten von norbert c. kaser.