2018 – Simone Scharbert

Simone Scharbert

Simone Scharbert ist 1974 in Aichach geboren, hat Politikwissenschaft, Philosophie & Literatur in München, Augsburg und Wien studiert, anschließend in Politikwissenschaft promoviert; lebt und arbeitet als freie Autorin und Dozentin in Erftstadt. Seit 2017 Lehrbeauftragte am Institut für Deutsche Sprache der Universität Köln.

Literarische Preise:

2007:  Shortlist Debütpreis Poetenladen

2007:  Shortlist Schwäbischer Literaturpreis

2008:  DEFA-Stipendium für „Du mein liebes Stück Heimat“ (Ölbaum Verlag)

2014 & 2016:  Auswahl  Literaturpreis „Irseer Pegasus“

2017:  Stipendiatin der Autorenförderung „Raniser Debüt“

 

Simone Scharberts Reaktion auf die Nachricht, dass sie Schwazer Stadtschreiberin 2018 sein würde (auf facebook gepostet):

days like these. gemeinhin schreibt man (also ich) ja lieber über positives als über negatives. obwohl gerade mit dem »schreiben« ja oft viele absagen verbunden sind. egal, ob wettbewerb, stipendium oder sonstiges. und noch mehr zeit, die man in all diese formulare und anträge steckt, in texte, die extra für themenspezifische wettbewerbe verfasst werden. in der hoffnung, dass etwas funktioniert, ein text standhält, eine der (wunsch-)förderungen klappt. und mit den absagen dann auch immer wieder die auseinandersetzung mit den eigenen texten, mit dem (zeitweilig nicht vorhandenen) selbstvertrauen, mit gutem zureden zu sich selbst oder eben auch zweifeln am eigenen schreiben. schwierig ist das. immer wieder. und vielleicht auch zu selten thematisiert. wer weiß. denn natürlich schreibe auch ich viel lieber, dass ich mich wahnsinnig freue, im herbst diesen jahres zwei monate lang stadtschreiberin (juhu!) im schönen schwaz zu sein. mich sehr über diese zeit des lesens und schreibens freue. was für ein luxus. aber auch so ein leises »rabenmutterndes« gefühl in mir habe und die frage, ob man das alles einfach so machen kann, gerade wenn eines deiner kinder sagt: »warum bezahlt dich nicht jemand einfach fürs schreiben und du kannst zuhause bleiben?«. und die antworten in einem selbst gar nicht so klar sind. und dennoch: glückssprudelndes und sehr große vorfreude in mir angesichts solch wunderbarer möglichkeiten wie schwaz